Quellen

Politik im Freistaat der Drei Bünde: Die Bundstagsprotokolle im Staatsarchiv Graubünden

Fiktion ergänzt Fakten

«Bergünerstein» stellt die Lebensverhältnisse des 17. Jahrhunderts realistisch und quellengetreu dar. Bei der Darstellung von historisch belegten Personen und Ereignissen wurden möglichst alle vorhandenen Informationen verwendet. Fiktive Ergänzungen sind plausibel und beruhen auf bekannten Daten.

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Quellen im Gemeindearchiv Bergün

Die Quellenlage zu Bergün ist relativ gut. So ist in Bergün eines der ältesten Ehebücher des Kantons Graubünden erhalten; es listet die Eheschliessungen von 1586 bis 1845 auf. Das Taufbuch ist ab 1682 erhalten. Eine weitere äusserst wertvolle Quelle ist das Cudesch da Estims. In diesem Buch sind die Steuerschätzungen der Gerichtsgemeinde Bergün mit den Nachbarschaften Bergün, Filisur, Latsch und Stuls verzeichnet, von 1562 bis 1669.

Aus diesen beiden Quellen können zahlreiche Erkenntnisse über die Verwandtschaftsverhältnisse der alten Bergüner Familien gewonnen werden. Dies ist besonders wertvoll, weil das Bergüner Taufbuch leider erst ab 1680 erhalten ist.

Neben diesen beiden wichtigsten Quellen gibt es zahlreiche Gemeinde- und Gerichtsbücher, die über das politische Geschehen in Bergün ab der Mitte des 17. Jahrhunderts informieren. Eine Serie von Büchern über die Geldverleihaktivitäten der Kirche St. Peter und Florin in Bergün gibt weiteren Aufschluss über die wirtschaftlichen Verhältnisse der einzelnen Familie.

Das Familienarchiv von Salis

Ab 1690 besass die Familie von Salis ab 1690 in Bergün ausgedehnte Ländereien. Dies ist ein Glücksfall für die historische Forschung zu Bergün: Die Rechnungsbücher enthalten sehr viel Information über die Grundstücke und die Familien, die diese pachteten. Zudem liessen die Salis zahlreiche Kopialbücher mit Urkunden, Verträgen und Statuten aus Bergün. Das Archiv wurde 1988 dem Staatsarchiv Graubünden übergeben und ist dort unter der Signatur D VII zugänglich.

Bergün in den Quellen des Dreibündestaats

Bergün war eine der Gerichtsgemeinden, die zusammen den Freistaat der Drei Bünde bildeten. Das «Freistaatliche Archiv» im Staatsarchiv Graubünden enthält somit zahlreiche Quellen, die über Bergün Auskunft geben. Besonders wichtig sind hierbei die Bundstagsprotokolle mit ihren unzähligen Abstimmungsresultaten. Hier lässt sich ablesen, welcher politische Wind jeweils in Bergün wehte. Die Ergebnisse der Bergüner «Mehren» in Band I konnten so realitätsgetreu dargestellt werden.

Literaturverzeichnis

Quellen- und Literaturangaben zu den einzelnen Figuren und Themen stehen unter den jeweiligen Einträgen. Eine ausführliche Literaturliste finden Sie hier. Zu vielen Themen gibt es zudem Einträge auf Wikipedia. Diese sind nur in Ausnahmefällen angegeben, seien aber zum Einstieg ausdrücklich empfohlen.

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