Die Autorin

Antonia Bertschinger

Antonia Bertschinger wurde 1973 in Zürich geboren. Ab dem Alter von zwei Jahren verbrachte sie fast alle ihre Ferien in Bergün und entwickelte dabei eine Faszination für alte Häuser und vergangene Zeiten. Ansonsten verbrachte sie ihre Kindheit lesend.

Im Alter von neun Jahren begann sie ihren ersten Roman, eine Wildwest-Romanze. Dieses fragmentarische Erstlingswerk ist heute leider verloren.

Später studierte Antonia Bertschinger Philosophie, Englische Literatur und Kirchen­geschichte. Danach hat sie im Menschenrechtsbereich gearbeitet, als Projektleiterin und Kommunikations­beauftragte im Bildungsbereich sowie als Kulturmanagerin und Journalistin. 2010 veröffentlichte sie zusammen mit Werner van Gent das Sachbuch «Iran ist anders».

2013–2016 absolvierte Antonia Bertschinger als Zweitstudium den MA «War in the Modern World» am King's College, London. Dies erwies sich als optimale Vorbereitung für die Recherchen zu «Bergünerstein».

Antonia Bertschinger lebt in Basel. Sie verdient ihren Lebensunterhalt als selbstständige Lektorin und Schreiberin. Wer ihr zu mehr Zeit zum Schreiben verhelfen möchte, kann ihr über Liberapay regelmässige finanzielle Unterstützung zukommen lassen. Herzlichen Dank!

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Kontakt

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... und wie kam es dazu?

Eine Karde (Brett mit herausstechenden Nägeln)
Die Karde im Ortsmuseum Bergün

Die erste Idee zu einem Roman über Bergün kam eines Abends im Sommer 2013 auf, nach einem Besuch im Ortsmuseum mit Gästen. Man sass im eindunkelnden Garten, nippte am Veltliner, Fledermäuse kreisten um die hundertjährige Tanne. Es entspann sich ein blutrünstiger Krimi um die Karde, die man im Ortsmuseum gesehen hatte: Jemand wird mit der Karde brutal ermordet, das Dorf ist eingeschneit, der Mörder nicht zu fassen.

Wenige Monate später erbte Antonia Bertschinger von ihrer Bündner Grossmutter das Buch «Bergün/Bravuogn: Heimatkunde» von G.G. Cloetta. Dort erfuhr sie, dass Bergün schon 1603 versucht hatte, am Bergünerstein eine Strasse zu bauen. Die grobschlächtige Krimi-Idee wich dem Vorhaben, einen Roman über das hundertjährige Bauprojekt am Bergünerstein zu schreiben.

Es wird eine grössere Sache

In der «Heimatkunde» war auch zu lesen, Bergün habe zur Finanzierung des (erfolgreichen) Strassenbaus von 1696 dem Landvogt Gubert von Salis «die Podestatereien verkauft». Von «Podestatereien» hatte Antonia Bertschinger noch nie etwas gehört, und auch Google und Wikipedia konnten nicht weiterhelfen. Sie erkannte, dass das Vorhaben mit einiger Recherchearbeit und entsprechendem Zeitaufwand verbunden sein würde.

2017 wurde es möglich, die Idee umzusetzen. Die ersten Recherchen legten nicht nur offen, was eine Podestaterei war, sondern auch, dass es 1663 einen weiteren Versuch zum Strassenbau am Bergünerstein gegeben hatte. Der Plan wurde konkreter: Ein Buch mit drei Teilen sollte es werden, für jeden Bauversuch einen. Die Handlung für alle drei Teile stand in groben Zügen bald fest. Der erste Teil wurde beim Schreiben aber so lang, dass der Plan geändert werden musste: Bergünerstein wird eine Reihe mit drei dicken Bänden.